AcaRes – Grant of the Austrian Society of Surgery

AcaRes – Grant of the Austrian Society of Surgery

Anschubfinanzierung der ÖGCH für akademische Studien

Die Beantwortung relevanter akademischer Fragen durch klinische Studien, die von der Industrie nicht unterstützt werden, ist von hoher Bedeutung. Die Österreichische Gesellschaft für Chirurgie (ÖGCH) als wissenschaftliche Gesellschaft will durch eine Anschubfinanzierung die Durchführung akademischer Studien erleichtern. Finanziell unterstützt werden klinische Studien mit relevanten klinischen Fragestellungen, die keine Unterstützung durch die Industrie vorweisen. Bei einer nicht-interventionellen Studie (NIS) sind Daten aus einem qualitätskontrollierten Register, das zudem auditfähig ist, gefordert. Der Antrag um Förderung, muss nach den üblichen internationalen Qualitätskriterien [Good Clinical Practice (CPMP/ICH/135/95), https://www.ema.europa.eu/en/ich-e6-r2-good-clinical-practice-scientific-guideline#revision-3-section] ausgeführt sein. Zur Finanzierung können Sachmittel, Personalkosten für z.B. wissenschaftliche Hilfskräfte, Doktorand: innen, Monitoring-, Reise- (max. 10% der Fördermenge) und Publikationskosten beantragt werden. Die Fördersumme beträgt €20.000.-

 

Bedingungen:

  • Bewerber:in muss jünger als 40 Jahre und ordentliches Mitglied der ÖGCH sein.
  • ein detailliertes Studienprotokoll mit Informationen über das Studiendesign und dem zu erwarteten Nutzen
  • Kriterien zur Teilnahme an der Studie
  • ein zeitlicher Ablauf der Studie
  • die Formulierung der H0-Hypothese, eine Fallzahlschätzung und daraus resultierenden statistischen Tests
  • ein Budgetplan
  • ein Case Report Form (CRF) mit allen Parametern – in Papierform oder digital, jedenfalls mit klarer Beschreibung für die konsistente und objektive Erfassung der Daten
  • ein Conflict of Interest (COI) mit einem rezenten Lebenslauf (CV) der Antragsteller:innen
  • ein positives Ethikkommissionsvotum
  • eine Bestätigung des Leiters, der Leiterin der Klinik/Institution in Österreich, dass die Studie in der vorgelegten Form vor Ort durchführbar ist und die nötigen Ressourcen vorhanden sind.

 

Die Einreichungen (Frist ist jeweils der 1. Februar des Jahres) werden nach den formalen Kriterien gesichtet und von einer vom Präsidium zusammengestellten Jury mit kooptierten Experten bewertet. Optional können externe Gutachten eingeholt oder Antragsteller:innen können zu einem Hearing eingeladen werden. Die ausgewählte(n) akademische(n) Studie(n) wird – unter Beisein der Mentoren, die im Idealfall die Klinik/Institution leiten, von den Antragstellern bei der Vollversammlung mit einem Vortrag vorgestellt.
Die gesamte Fördersumme beträgt €20.000.- und wird einmal zwei Wochen nach dem Österreichischen Chirurgiekongress auf ein Forschungskonto (kein Privatkonto) überwiesen. Bei der Publikation ist die Anschubfinanzierung der ÖGCH unter „Funding“ anzugeben. Sollte die Studie in 5 Jahren nicht mit der Einreichung einer Publikation abgeschlossen werden, müssen die Antragsteller:innen mindestens 50% des Betrages mit einer Aufstellung der bisherigen Kosten und mit einer Begründung über das Nichtzustandekommen der Studie der ÖGCH rücküberweisen.